
Personality Traits:
Verspielt, voller Schalk und stets ein falsches Lächeln bereit – Neele nutzt Trugbilder und Witze, um sein wahres Ich zu vergraben.
Neele Famon
Ein Leben mit 1000 Gesichtern
Klasse
Rasse
Hintergrund
Changeling
Magier
Scharlatan
Charakterbuild
Trugbildner
Ideals:
Wahrheit im Wandel – Identität ist ein flüchtiges Spiel, doch wahre Stärke liegt in der Suche nach dem eigenen Ich und in loyaler Verbundenheit.
Flaws:
Verliert sich oft in fremden Masken, flüchtet vor der Wahrheit in Trugbilder und fürchtet nichts mehr, als demaskiert zu werden.
Bonds:
Eng verbunden mit seinen Gefährten, die sein wahres Gesicht kennen, und seinem Mentor, der ihn in die Geheimnisse der Illusion einweihte.
Legende
&
Erbe
Der Hüter der verborgenen Gesichter
Viele Jahrhunderte lang blieb die wahre Geschichte der Changelinge verborgen. Die Menschen erinnerten sich nur an verstümmelte Legenden über geraubte Kinder, falsche Gesichter und Wesen, die unter fremden Namen lebten. Niemand wusste mehr, dass die Changelinge einst die friedlichen Mondwesen gewesen waren.
Nur ein Mann kannte die Wahrheit.Ein mächtiger Illusionsmagier hatte sein Leben der Erforschung von Täuschung, Gestaltwandel und der Magie des Antlitzes gewidmet. Bereits vor mehreren Jahrhunderten war er erstmals auf die Spuren der Mondwesen gestossen. In verlassenen Bergheiligtümern fand er zerbrochene Mondsteine, verwitterte Gebetstafeln und Darstellungen einer weiblichen Gestalt, die über einhundert knienden Wesen wachte.
Zunächst hielt auch er die Geschichten für Aberglauben. Doch je länger er suchte, desto deutlicher erkannte er ein verborgenes Muster. In alten Dorfchroniken fand er Berichte über die vernichteten Siedlungen. In denselben Aufzeichnungen entdeckte er Hinweise auf Orkspuren, geraubte Vorräte und Waffen, die niemals von den Mondwesen hätten stammen können.
Die Menschen hatten damals nicht ihre wahren Feinde verfolgt. Sie hatten aus Angst ein unschuldiges Volk beinahe ausgelöscht.Über viele Generationen hinweg folgte der Magier den Spuren der Überlebenden. Er studierte Familienlinien, Berichte über Kinder mit plötzlich veränderten Augen und Geschichten über Menschen, deren Gesicht im Augenblick ihres Todes eine vollkommen andere Gestalt angenommen hatte. Manche Changelinge suchte er persönlich auf. Andere beobachtete er aus der Ferne, ohne ihnen jemals zu offenbaren, dass er ihre wahre Natur kannte.
Seine Forschungen führten ihn schliesslich zu der Erkenntnis, dass die Fähigkeit des Gestaltwandels keine ursprüngliche Eigenschaft der Mondwesen gewesen war. Sie war ein Geschenk ihrer Göttin, verliehen in der Stunde ihrer beinahe vollständigen Vernichtung. Die wechselnden Gesichter waren nicht als Waffe erschaffen worden, sondern als Schutz vor einer Welt, die sie bereits einmal hatte auslöschen wollen.
Doch der Magier verschwieg seine Erkenntnisse.Er wusste, dass die Wahrheit den Changelinge nicht zwangsläufig Frieden bringen würde. Würden die Menschen erfahren, dass seit Jahrhunderten Wechselgestaltige unter ihnen lebten, könnten erneut Angst, Hass und Verfolgung entstehen. Würden die Changelinge erfahren, dass ein Fremder ihre Abstammung und ihre verborgenen Blutlinien kannte, könnten auch sie versuchen, ihn zum Schweigen zu bringen.
So bewahrte er sein Wissen in einem versiegelten Werk, das nur unter dem Licht des Vollmondes gelesen werden konnte. Darin hielt er die Geschichte der Mondwesen, ihre Vernichtung, das Eingreifen der Banshee und die Entstehung der ersten Changelinge fest.Nun aber hat der Illusionsmagier beschlossen, sein Schweigen zu brechen.
Nach Jahrhunderten der Forschung brachte er die Wahrheit ans Tageslicht. Er offenbarte, dass die Mondwesen unschuldig gewesen waren. Er bewies, dass Orkstämme die Dörfer zerstört hatten. Und er erklärte, dass die gefürchteten Changelinge nicht aus Bosheit entstanden waren, sondern aus dem verzweifelten Versuch eines beinahe vernichteten Volkes, weiterzubestehen.
Doch mit seiner Enthüllung offenbarte er auch, dass die Nachkommen der einhundert Überlebenden noch immer unter den Völkern Faerûns leben.Damit wurde sein Werk zugleich zur Rechtfertigung, zur Warnung und zu einer möglichen Todesliste.Für jemanden wie Neele Famon, dessen wahres Gesicht, Herkunft und Vergangenheit bewusst im Schatten liegen, könnte diese Offenbarung den Beginn einer persönlichen Suche darstellen. Sein Beiname „Das Schattengesicht“ und die Unsicherheit über sein Volk verbinden ihn unmittelbar mit dem Geheimnis der Changelinge.
Backstorry
Neele Famon wurde nicht unter einem Namen geboren, der ihm gehörte.Seine ersten Erinnerungen gehören einem anderen Leben: ein kleines Haus am Rand eines Dorfes, der Geruch von Brot und Asche, die raue Hand eines Mannes, der ihn „Sohn“ nannte, und das leise Lied einer Frau, die ihm Geschichten vom Mond erzählte. In diesen Erinnerungen trägt er ein anderes Gesicht – runde Wangen, braunes Haar, Sommersprossen. Ein gewöhnliches Kind in einer gewöhnlichen Familie.
Doch dieses Leben war eine Lüge.In der Nacht, in der Neele wirklich geboren wurde, stand der Mond hoch über den Bergen. Tief in einer verborgenen Höhle der Changelinge brachte eine Frau ein Kind zur Welt, dessen Augen im ersten Atemzug ihre Farbe wechselten. Die Ältesten flüsterten, die Banshee selbst habe über der Geburt gewacht. Das Kind war zu wichtig, um im Schatten der eigenen, geschwächten Sippe aufzuwachsen. Es sollte dort gross werden, wo die Welt hell und unachtsam war – mitten unter den Menschen.Noch bevor der Morgen graute, trug man das Kind hinab in die Täler.
In einem Dorf, das seinen Namen längst verloren hat, schlief ein menschliches Neugeborenes in einer einfachen Holzkrippe. Niemand bemerkte die Gestalt, die sich in der Dunkelheit durch die Gassen bewegte. Niemand hörte das leise Wispern eines alten Gebets an die Banshee. Als die Sonne aufging, lag in der Wiege ein anderes Kind. Das menschliche Kind war verschwunden. An seiner Stelle lag Neele – mit dem Gesicht des geraubten Säuglings.
Die Jahre danach waren friedlich.Neele wuchs als Sohn einfacher Leute auf. Er lernte, Holz zu spalten, Wasser zu tragen und den Ofen zu schüren. Er kannte die Namen der Nachbarn, die Geschichten der Alten und die Wege durch die Felder. Manchmal, wenn der Mond besonders hell schien, spürte er ein Ziehen in seiner Haut, als wolle etwas unter der Oberfläche erwachen. Doch er wusste nicht, was es war, und niemand konnte es ihm erklären.
Seine erste Verwandlung kam mit der Angst.Eines Abends kehrte er später als erlaubt vom Fluss zurück. Im Dorf brannte Licht in jedem Fenster, Stimmen schrien durcheinander. Ein Nachbarsjunge war verschwunden, und die Männer suchten mit Fackeln und Mistgabeln die Umgebung ab. Als sie Neele fanden, packte ihn sein Ziehvater grob an den Schultern. In den Augen des Mannes lag nicht nur Sorge, sondern auch ein Schatten von Misstrauen, den Neele nie zuvor gesehen hatte.
„Wo warst du?“, fragte er. „Was hast du gesehen?“
Neele wollte antworten – doch in diesem Moment sah er sich selbst in den Augen des Mannes gespiegelt. Nicht als Kind, sondern als etwas Fremdes. Etwas, das nicht hierher gehörte. Die Angst schnürte ihm die Kehle zu. Etwas in ihm riss.Sein Gesicht begann sich zu verändern.
Die Knochen verschoben sich, die Haut floss wie Wasser, die Augenfarbe kippte von braun zu grau. Für einen Herzschlag lang sah sein Ziehvater nicht mehr seinen Sohn, sondern ein fremdes Kind vor sich – und dann ein drittes, namenloses Gesicht, das zu keinem Menschen im Dorf gehörte.Der Mann stiess Neele von sich, als hätte er sich verbrannt.In den Tagen danach sprach niemand offen darüber, was geschehen war. Doch die Blicke der Dorfbewohner wurden kälter. Kinder, die früher mit Neele gespielt hatten, wichen ihm aus. Flüstern folgte ihm durch die Gassen. Er hörte Worte wie „Wechselbalg“, „Mondfluch“ und „falsches Kind“. Niemand sagte ihm die Wahrheit, aber jeder Schritt machte ihm klarer, dass er nie wirklich dazugehört hatte.
In einer Nacht, in der der Mond wie ein silbernes Auge über den Bergen stand, traf Neele eine Entscheidung.Er verliess das Dorf, bevor es ihn verjagen konnte.
Allein auf den Strassen der Welt lernte er, was es heisst, ein Changeling zu sein. Er entdeckte, dass sein Gesicht nicht nur eine Maske war, sondern ein Werkzeug. Mit einem neuen Lächeln konnte er Vertrauen gewinnen, mit einer neuen Stimme Türen öffnen. Er wurde Bote, Diener, Schreiber, Soldat – immer nur für ein paar Wochen, manchmal nur für eine Nacht. Jedes Mal, wenn jemand begann, ihn wirklich zu sehen, zog er weiter.
Doch je mehr Gesichter er trug, desto weniger wusste er, welches davon sein eigenes war.In einer der grossen Städte Faerûns – vielleicht in Neverwinter, vielleicht in Baldur’s Gate, vielleicht in einer anderen, deren Namen er längst vergessen hat – begegnete Neele einem Mann, der ihn ansah, als wäre er aus Glas. Ein älterer Magier mit müden Augen, der ihn nicht nach seinem Namen fragte, sondern nach der Frage, die Neele sich selbst nie laut gestellt hatte:„Weisst du, wer du bist, wenn niemand hinsieht?“
Der Mann war ein Illusionsmagier, ein Gelehrter der verborgenen Gesichter. Er kannte Geschichten von Mondwesen, von der Banshee und von Kindern, die in fremden Wiegen lagen. In seinen Räumen roch es nach Tinte, altem Pergament und Mondkraut. Unter seinem Blick fühlte sich Neele zum ersten Mal nicht wie ein Monster, sondern wie ein Rätsel, das es zu lösen galt.
Der Magier wurde zu seinem Mentor.Er brachte Neele bei, seine Gabe zu kontrollieren, statt von ihr überrollt zu werden. Er zeigte ihm, dass Illusion nicht nur Täuschung ist, sondern auch Schutz, Trost und manchmal Wahrheit. In den Spiegeln des Magiers sah Neele nicht nur fremde Gesichter, sondern auch Bruchstücke eines Volkes, das er nie gekannt hatte: die Mondwesen, die im Licht der Banshee tanzten.
Doch Wissen hat seinen Preis.Je mehr Neele über die Geschichte der Changelinge erfuhr, desto deutlicher erkannte er, dass seine eigene Existenz Teil eines grausamen Brauchs war. Irgendwo da draussen hatte es ein menschliches Kind gegeben, das für ihn verschwunden war. Eine Mutter, die um ein leeres Bett geweint hatte. Ein Leben, das nie gelebt worden war, damit er an seiner Stelle existieren konnte.
Diese Erkenntnis liess ihn nicht mehr los.Er begann, nach Spuren zu suchen – nach Dörfern, in denen Kinder in jener Nacht verschwunden waren, nach Liedern über Mondwesen, nach Flüsterlegenden über die Banshee. Jede Geschichte, die er fand, war ein weiterer Faden in einem Netz, das sich um sein eigenes Schicksal legte.
Schliesslich gab ihm sein Mentor einen Namen, der mehr war als nur ein Klang:„Neele Famon, das Schattengesicht.“Ein Name für jemanden, der zwischen den Welten steht – nicht ganz Mensch, nicht ganz Mondwesen, nicht ganz Opfer und nicht ganz Täter. Ein Wanderer zwischen Wahrheit und Illusion.Heute reist Neele mit Gefährten, die seine wahre Natur kennen – oder zumindest einen Teil davon. In ihren Augen ist er nicht nur ein Trickser oder ein wandelndes Geheimnis, sondern ein Freund. Doch selbst unter ihnen trägt er Masken, aus Gewohnheit und aus Angst.Denn tief in ihm brennt noch immer eine Frage:Gibt es ein Gesicht, das wirklich ihm gehört?
Oder ist er dazu bestimmt, für immer in den Geschichten anderer zu leben – als Schatten, als Flüstern, als Schattengesicht im Licht des Mondes?
Und all dieses Wissen wurde in einem Buch niedergeschieben...
Ausrüstung

Schattenmantel
Ein dunkler, mondschimmernder Mantel, der Neeles Konturen im Halbschatten verschwimmen lässt. Wer ihn trägt, wirkt wie ein flüchtiger Umriss – schwer zu fassen, schwer zu erinnern.

Rapier
Ein fein gearbeiteter Degen, der eher nach höfischem Duell als nach Schlachtfeld aussieht. In Neeles Hand wird er zum perfekten Werkzeug für präzise Stiche aus dem Schatten.

Amulett der Täuschung
Ein schmales Silberamulett mit einem schimmernden Stein, in dem sich Gesichter zu bewegen scheinen. Es verstärkt Neeles Illusionsmagie und hilft ihm, seine wahre Gestalt hinter perfekten Masken zu verbergen.
Entwicklung & Heldentaten
DIE ERSTE MASKE
Verlassenes Dorf
Neele verlässt heimlich das Dorf seiner Kindheit, nachdem seine wahre Natur in einem Moment der Angst aufblitzt. Zum ersten Mal entscheidet er sich bewusst für ein fremdes Gesicht – und gegen ein Zuhause.
SPIEL DER GESICHTER
Grosse Stadt Faerûns
In den Gassen einer grossen Stadt lernt Neele, wie weit man mit einem Lächeln und dem richtigen Gesicht kommt. Er nimmt kleine Aufträge an, wechselt Rollen und beginnt, seine Gabe als Werkzeug zu begreifen.
VERLORENE WAHRHEIT
Spuren der Mondwesen
Alte Geschichten über Mondwesen und geraubte Kinder wecken in Neele den Verdacht, dass seine Herkunft Teil eines grösseren, dunklen Brauchs ist. Zum ersten Mal fragt er sich, wessen Leben er anstelle seines eigenen lebt.
DAS ANGEBOT DES MAGIERS
Studierzimmer des Illusionisten
Ein Illusionsmagier erkennt Neeles wahre Natur auf den ersten Blick und bietet ihm an, seine Kräfte zu schulen. Zwischen Büchern, Spiegeln und Mondlicht beginnt Neele zu verstehen, was es heisst, ein Changeling zu sein.
SCHATTENGESICHT
Haus des Wissens
In den Hallen des Wissens erfährt Neele von der Geschichte der Mondwesen, der Banshee und den einhundert Überlebenden. Sein Mentor gibt ihm den Namen „Schattengesicht“ – ein Titel, der ihn mit dem Erbe seines Volkes verbindet.
AKTUELLES KAPITEL
Mit den Vier Klingen unterwegs
Neele reist nun mit Gefährten, die seine wahre Natur kennen. Zwischen gemeinsamen Abenteuern, Gefahren und Geheimnissen sucht er weiter nach seinem ursprünglichen Gesicht – und nach einem Ort, an dem er es ohne Furcht zeigen kann.